netzwerk für vielfältige identitätsformen

schreibweisen & begriffe

im folgenden einige erklärungen zu von uns auf diesem blog verwendeten schreibweisen und begrifflichkeiten:

zunächst sind alle von uns verfassten texte klein geschrieben. das steht in verbindung mit der idee bzw. dem konzept einer schreibweise, die frei von hierarchien ist, es soll also kein wort, z.b. durch großschreibung, eine größere autorität oder wertigkeit zugeschrieben bekommen.

wir werden hier versuchen, eine möglichst diskriminierungsfreie und geschlechtsneutrale schreibweise zu verwenden. so benutzen wir – anstatt des generischen maskulinums („man“) oder des „binnen-i“ (z.b. bei „freundInnen“) – den sogenannten „gendergap“ oder „unterstrich“: _, z.b. bei freund_innen, jede_r, sie_er. damit sollen vorstellungen von zweigeschlechtlichkeit, heteronormativität oder einem „alle sind doch mitgemeint“ durch irritationen beim lesen aufgebrochen und hinterfragt werden. gleichzeitig werden, durch das (auch symbolische) aufmachen einer lücke bzw. leerstelle, auch menschen angesprochen, die sich selbst nicht als „männlich“ und / oder „weiblich“ definieren und / oder identifizieren können und / oder wollen, sondern sich einer solchen kategorisierung entziehen.

zudem verwenden wir zur bezeichnung von menschen(gruppen) vorzugsweise selbstgewählte begriffe, so beispielsweise bei „trans*“. hierbei handelt es sich um einen selbstgewählten sammelbegriff, wobei das sternchen darauf hinweisen soll, dass das wort / konzept an dieser stelle weitergehen kann (z.b. mit –gender, -ident, -sexuell, -mann, -frau etc.). so kann das sternchen ggf. auch gleichbedeutend mit dem gendergap verwendet werden, da es in alle richtungen offen ist und normative vorstellungen von geschlecht aufbricht. der begriff „trans*“ wird nicht von allen menschen als selbstbezeichnung verwendet, die sich nicht der binären geschlechterordnung zuweisen wollen und / oder können – deshalb im zweifelsfalle einfach fragen, wie eine person angesprochen werden möchte…

nutzen wir begriffe wie „mann“, „frau“ etc., so gehen wir hierbei von konstrukten aus, die aus einer machtposition heraus hergestellt wurden. dabei wollen wir allerdings auf keinen fall ausblenden oder negieren, dass diese kategorien immense auswirkungen auf alltägliche, gelebte realitäten innerhalb einer gesellschaft haben. sie sind im gegenteil stets mit bestimmten sozialen und politischen positionen verbunden, welche den träger_innen zugewiesen werden, und die mit privilegierungen, deprivilegierungen und diskriminierungen sowie bestimmten (rollen)erwartungen und stereotypen vorstellungen und zuschreibungen einhergehen.
bei den bezeichnungen „Schwarz“ und „PoC“ („people / person of color“), die wir hier verwenden, handelt es sich um selbstbestimmte bezeichnungen sozialer und politischer positionen und realitäten von menschen, die strukturell mit rassistischer gewalt und diskriminierung konfrontiert werden. „weiß“ wiederum bezeichnet soziale und politische realitäten innerhalb der gesellschaft, die mit privilegierungen und der normierung von weißsein einhergehen.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: