netzwerk für vielfältige identitätsformen

p – q – r – s

  •  pansensualität

    (siehe auch eintrag zu ‚pansexualität‘) durch verwendung des begriffes „sensualität“ soll noch einmal betont werden, dass es hier nicht vordergründig um sexualiftät geht, sondern das begehren auch auf eine gefühlsebene gehoben wird.

  • pansexualität

    bezeichnet eine begehrensform, bei der nicht ein (oder mehrere) geschlecht(er) im vordergrund stehen, sondern bei welcher begehren und liebe an einer person, ganz unabhängig von deren geschlecht oder deren sexueller identität, festgemacht werden. anders, als bei homo-, hetero oder bisexualität werden hier also nicht bestimmte personengruppen allein aufgrund ihres geschlechts aus der gruppe potenzieller partner_innen ausgeschlossen, sondern begehren und liebe kann auf männer_, frauen_, transidente_, intersexuelle_ personen etc. gelenkt werden, da geschlecht und sexuelle identität keine primäre rolle spielen.

  •  passing / passen

    hier: von außenstehenden menschen als dem identitätsgeschlecht – also dem geschlecht, in welchem mensch selbst sich zuhause fühlt – zugehörig wahrgenommen werden.

  • people pf color (kurz: PoC)

    „eine selbstbestimmte bezeichnung von und für menschen, die nicht weiß sind. mit dem konzept ‚people of color‘ setzt man erstmals voraus, dass menschen, die nicht weiß sind, über einen gemeinsamen erfahrungshorizont in einer mehrheitlich weißen gesellschaft verfügen.
    anders als etwa ‚coloured‘ (‚farbig‘ / ‚farbige/r‘), das eine von weißen gewählte zuschreibung ist, sind people of color in erster linie ‚people‘, also ‚menschen‘. der ausdruck people of color wird im akademischen umfeld benutzt und ist in vielen englischsprachigen ländern eine gängige und politisch korrekte bezeichnung. in deutschland hat sich der begriff im alltag und journalismus noch nicht durchsetzen können, was daran liegen mag, dass er lang und englisch ist, oder auch daran, dass in mehrheitsdeutschland die unterschiedlichen lebensrealitäten von weißen und Schwarzen menschen sowie people of color weitestgehend ignoriert werden und dies daher nicht mit dementsprechenden begriffen thematisiert wird.“
    aus: noah sow, deutschland schwarz weiß. münchen 2008.

  •  polyamorie / polyamourös 

    mehrere lieben und/oder beziehungen  und/oder sexuelle beziehungen mit mehreren personen gleichzeitig haben. kann auch eine kritik an der normvorstellung der romantischen zweierbeziehung beinhalten.

  •   Schwarz

    politisch korrekte und vor allem selbstgewählte bezeichnung für Schwarze menschen. der begriff bezeichnet, ebenso wie weiß, kein vermeintlich biologisches merkmal, sondern eine politische und soziale realität, die mit einer bestimmten position innerhalb einer gesellschaft und damit verbundenen diskriminierungsstrukturen verbunden ist.

  •  straight

    aus dem englischen, eigentlich: „gerade“. umgangssprachlich für „heterosexuell“.

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